5 Seen Wanderung Pizol

Die 5-Seen-Wanderung am Fuss des Pizols wird zu Recht als eine der eindrücklichsten Bergwanderungen der ganzen Schweiz angepriesen. Sowohl fünf kristallklare Bergseen, in denen sich die Wolken spiegeln und die je nach Jahreszeit und Sonneneinstrahlung türkisfarben wie eine Karibikbucht erscheinen als auch Einblicke ins UNESCO Weltnaturerbe Sardona prägen diese Route.

Obwohl man aufgrund ihres Bekanntheitsgrades auf dieser Wandertour wahrscheinlich nie allein ist, erschien sie mir als ideales Ausflugsziel für den letzten Tag meiner Sommerferien, den ich unbedingt an der frischen Bergluft verbringen wollte. An den verschiedenen Seen findet man überall Plätzchen um ganz in Ruhe die Natur zu geniessen.

Tatsächlich hatte diese Wanderroute im Sarganserland auch euer Interesse geweckt und mich haben zu den Instagramstory-Bildern am Wandertag zahlreiche Fragen erreicht sodass ich nun in diesem Beitrag gerne meine Erfahrungen, einige wissenswerte Infos und natürlich meine Fotos mit euch teile.

Ausgangspunkt der 5-Seen-Wanderung ist die Pizolhütte. Wir erreichten diese über die Gondelbahn ab Wangs bis Furt und den beiden von da aus weiterführenden Sesselliften. Der insgesamt 10 Kilometer lange, gut ausgebaute Bergweg zieht sich durch die ständig wechselnde alpine Landschaft hoch über der Waldgrenze und man hat an verschiedenen Orten tolle Ausblicke auf das Rheintal, die Bündner Bergwelt und das Zentralschweizer Bergmassiv.

Nur ein kurzes Stück entfernt von der Pizolhütte liegt bereits der erste See, der Wangsersee. An unserem Wandertag lag dieser See beinahe komplett im Nebel versteckt, sodass wir uns bald auf den serpentinenartigen Weg hoch zur Wildseelücke machten. Hat man diesen ersten und anstrengendsten Teil der Wanderung geschafft, eröffnet sich oben das unbeschreibliche Panorama von Wildsee, Pizolgletscher, Lavtinahörnern und den umliegenden Bergen. Der Wildsee mit seinem türkisfarbenen Wasser war mein persönliches Highlight der Wanderung. Hier haben wir auch zum ersten Mal einen kleinen Snack gegönnt und konnten mit dem Feldstecher mehrere Steinböcke beobachten.

Frisch gestärkt machten wir und an den kurzen Abstieg zum dritten See, dem tiefblauen Schottensee. In ihm spiegelten sich die Wolken wie in einem Spiegel und auf seiner glatten Wasseroberfläche konnte man super mit flachen Steinen schiefern. Hier bietet es sich ebenfalls an zu picknicken und es hat weniger Leute und mehr Sitzmöglichkeiten als oben beim Wildsee.

Der Weg setzt sich fort hinunter zum dunklen Schwarzsee und an den sagenumworbenen Steintürmchen vorbei zum fünften und kleinsten See, dem Baschalvasee. Hier kann man zum Abschluss nochmals eine kleine Pause einlegen bevor es dann immer bergab zur Gaffia Bergstation geht. Wer noch genügend Zeit hat etwas Leckeres zu Essen oder durstig ist, kann hier bei der Alpwirtschaft Gaffia einkehren. Uns blieb leider nicht mehr genügend Zeit dafür. Per Sessellift erreichten wir Wangs wieder nachdem wir geschlagene sechs Stunden unterwegs waren, wobei die reine Marschzeit etwa 3,5 Stunden betrug. Ihr seht, wir sind den Ausflug gemütlich angegangen und haben viele kleinere Pausen bei fast allen Seen gemacht. Auf jeden Fall sollte man die eher frühen Schlussfahrten der Gondelbahnen berücksichtigen, nicht dass man diese dann vor lauter Geniessen verpasst. Packt zudem genügend Flüssigkeit ein, denn man kommt auf der ganzen Wanderroute weder an einem Restaurant oder Brunnen, noch an einem Bergbach vorbei, wo man seine Flasche auffüllen könnte.

Diese Wanderung werde ich bestimmt nicht das letzte Mal gemacht haben. Sie hat eine gut machbare Distanz und nicht zu viele Höhenmeter, die es zu überwinden gilt, ist aber dennoch etwas anstrengend und bietet die schönsten Rastplätze bei traumhaften Bergseekulissen.

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