Halbmarathon – Trainingsupdate

Gerade bin ich etwas erschrocken, weil ich mit dem Blick auf den Kalender festgestellt habe, dass es bis zum Lucerne City Marathon tatsächlich nicht einmal mehr eineinhalb Monate sind. Während routinierten Läuferinnen und Läufern diese Zeit ausreichen würde für eine komplette Wettkampfvorbereitung, befinde ich mich als Laufanfängerin stets immer noch im Aufbau meiner Grundlagen.

Trotzdem bin ich seit dem letzten Trainingsupdate meinem Ziel, meinen ersten Halbmarathon zu laufen, ein gutes Stück näher gekommen. Zeit also wieder einmal zurück zu blicken und euch über meine Trainingsgestaltung und –fortschritte der letzten zwei Monate zu informieren. Wer den ersten Teil zu meinem Vorhaben und den Anfängen meines Lauftrainings noch nicht gelesen hat, findet diesen hier.

Laufen auf Reisen als Herausforderung

Im Juli war ich drei Wochen auf einem Roadtrip quer durch die Südwestküste Amerikas. Meine Trainingsroutine ist leider dabei durch den unregelmässigen Reisealltag etwas durcheinander geraten. In den Nationalpärken von Kalifornien und Utah tauschte ich einige Laufeinheiten durch tolle Tageswanderungen ein. Dabei hoffte ich insgeheim immer etwas auf den Höhentrainigseffekt 😉 . In Städten wie Las Vegas oder Los Angeles habe ich aufgrund der hohen Aussentemperaturen und wegen meinem fehlenden Orientierungssinn an fremden Orten das Training auf dem Laufband absolviert oder aber auch an einigen Reisetagen das eine oder andere Training aus purer Müdigkeit weggelassen. Trotz der Reise und unregelmässigem Laufen konnte ich aber meinen Trainingsstand weitgehend halten.

Schnelligkeit und Trainingspartnerin

Zurück zu Hause war ich dann im August wieder fleissig und habe meist drei, seltener zwei Laufeinheiten pro Woche absolviert. Als Laufanfängerin gilt es für mich an verschiedenen Grundlagen zu arbeiten. Während es für die ersten zwei Trainingsmonate mein Ziel war, meinen Körper für längere Belastungen vorzubereiten, lag nun in den beiden vergangenen Monaten der Fokus auf dem Tempo. Mein Körper soll sich nach und nach an eine höhere Herzfrequenz während der Belastung gewöhnen und diese soll aufbauend für längere Distanzen gewährleistet werden können. Mein Trainingsplan gab mir vor, zwei Laufeinheiten von ca. 30 bis 50 Minuten bei einem Pulsbereich von 165 bis 175 zu laufen (ca. 90 bis 95% des Maximalpulses). Ich muss zugeben, diese Laufeinheiten fielen mir schwerer als jene im Grundlagenausdauertrainingsbereich von 80 bis 90% des Maximalpulses.

Im Wirth Sport Lauftraining habe ich einen tollen Laufbuddy gefunden (Danke Moni 🙂 ) und zu zweit sind wir dann Ende August einmal 16 Kilometer am Stück auf der offiziellen Halbmarathonstrecke nach Pace gelaufen. Bei einer Pace von 5:56 lag mein durchschnittlicher Puls bei 170bpm und wir waren eine Stunde und 36 Minuten um die Horwer Halbinsel unterwegs. Dies als guter Tipp: Sucht euch eine Trainingspartnerin oder einen Trainingspartner mit gleichem Ziel und bestenfalls ähnlichem Trainingstand. Besonders lange Läufe machen zu zweit einfach mehr Spass und auch an Tagen, an denen man das Training am besten am Morgen früh bevor es zu heiss zum Laufen ist, absolviert, kommt man am Wochenende morgens um 6:00 Uhr viel besser aus dem Bett, wenn man sich verabredet hat.

Jetzt gilt es für die nächsten Wochen nochmals richtig Gas zu geben und besonders die Intervalltrainings im Wirth Sport Gruppentraining nicht zu vernachlässigen. Ich bin froh, dass dieses nun jede anstatt wie am Anfang nur jede zweite Woche stattfindet. So werde ich hoffentlich noch etwas schneller werden.

Zusätzlich muss ich mir Gedanken zur Laufausrüstung machen denn Ende Oktober wird das Wetter sehr wahrscheinlich nicht mehr so freundlich sein wie in den beiden vergangenen Trainingsmonaten. Wetterfeste Bekleidung ist unabdingbar um die Motivation und Freude am Laufen nicht zu verlieren. Jetzt ist auch noch Zeit, den Laufschuh zu ersetzten und diesen für das Rennen gut einzulaufen.

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