#WhyDoYouRun: Garmin Forerunner 45 vs Forerunner 245

Seit rund eineinhalb Jahren begleitet mich nun meine Laufuhr von Garmin stets durch den Alltag und alle meine Trainings. Ich lege sie so gut wie nie ab, denn sie liefert mir wertvolle Infos bezüglich meinem täglichen Fitness- und Aktivitätslevel, motiviert mich zu persönlichen Bestleistungen, verdeutlicht mir Trainingserfolge und hilft mir sogar, mein Training zu optimieren. Sie übernimmt also die Funktion eines persönlichen Coaches und ist für mich aus meinem Trainingsalltag nicht mehr wegzudenken.

Einen ersten Blogbeitrag über die Funktionen und mein Nutzungsverhalten meiner Laufuhr aus der Forerunner-Kollektion von Garmin findet ihr hier. Die Forerunner 645 M hat mir die Vorbereitung auf meinen ersten Halbmarathon deutlich vereinfacht und mich dabei bestens unterstützt. Momentan gestalte ich mein Ausdauertraining etwas weniger ambitioniert, erhalte aber meine Grundausdauer, die ich mir durch das Halbmarathontraining angeeignet habe, mit zwei bis drei Laufeinheiten pro Woche. Ich laufe, weil ich es liebe, mich in der Natur zu bewegen. Nicht nur das Gefühl von Freiheit, sondern auch die Möglichkeit, mein Training ohne Aufwand genau auf das momentane Befinden abzustimmen, sprechen für mich ganz klar fürs Joggen. Ausserdem ist es für mich gesundheitlich gesehen die optimale Ergänzung zum Krafttraining und Stretching. Denn wie ihr vermutlich wisst, faszinieren mich ganzheitliche Sportler am meisten.

Es freut mich, euch in Zusammenarbeit mit Garmin nun zwei weitere Modelle aus der Forerunner-Familie vorzustellen. Denn egal wie ihr euer Lauftraining gestaltet – von locker bis leidenschaftlich, von manchmal bis Marathon – für alle Laufbegeisterten ist ein passendes Modell dabei.

In den letzten Wochen habe ich die Forerunner 45 und die Forerunner 245 auf Herz und Nieren getestet und ja, zwischenzeitig sogar beide Uhren gleichzeitig getragen, damit mir ein direkter Vergleich möglich war. Meine Erkenntnisse bezüglich der Unterschiede der beiden Laufuhren möchte ich euch nun ausführlich vorstellen, sodass dann allen von euch, die mit dem Gedankten spielen, sich eine der beiden Forerunner-Modelle von Garmin anzuschaffen, einen besseren Überblick haben und euch die Entscheidung für eines der beiden Modelle leichter fällt.

Design und Verarbeitung

Die beiden Forerunner-Modelle unterscheiden sich bezüglich Optik und Haptik nicht stark. Ich finde allgemein, dass die Garmin-Designs und die Verarbeitung aller Uhren sehr hochwertig und edel gestaltet sind. Zwischen den beiden Modellen gibt es aber kleine Qualitätsunterschiede. Während zum Beispiel bei der Forerunner 45 etwas mehr Kunststoff verbaut ist, sind die seitlichen Tasten der Forerunner 245 aus Metall. Beide Uhren haben ein farbiges Display, das auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar ist. Das Display der Forerunner 245 ist aber aufgrund seiner Materialbeschaffenheit etwas weniger anfällig für Kratzer und Fingerabdrücke. Zudem ist ihre Auflösung etwas höher, wodurch das Display der Forerunner 45 im Vergleich aber kaum abfällt.

Beide Uhren haben einen Display-Durchmesser von 3,04 Zentimeter. Wem dies zu gross ist, hat mit der Forerunner 45 die Möglichkeit, die kleinere Version (Diese Ausführung wird in der Namensgebung mit dem Buchstaben S bezeichnet) mit 2,63 Zentimeter Durchmesser zu wählen. Je nach Ausführung gibt es unterschiedliche Farbvarianten. Mir gefallen beide Modelle am besten in zeitlosem und sommerlichem Weiss. Beide Uhren sind mit einem für den Sport geeigneten Silikonarmband ausgestattet. Während bei der Forerunner 45 das Armband mit Schrauben befestigt ist, könnt ihr bei der Forerunner 245 dieses im Handumdrehen ohne Werkzeugeinsatz gegen beliebige Armbänder tauschen oder diese ersetzten.

Sensoren und Navigation

Die optionale Musikfunktion der Forerunner 245 ist für mich hier sicherlich der wichtigste, zu nennende Punkt. Die mit der Musikfunktion ausgestattete Version der Forerunner 245 ist ca. 50 Franken teurer und dieses Geld meiner Meinung nach auf alle Fälle wert. Mit der einfachen Bluetooth-Koppelung eines Premiumaccounts von Spotify oder eines anderen gängigen Musikstreaming-Portals kann man das Handy zu Hause lassen, ohne während dem Training auf Musik verzichten zu müssen.

Weiter hat die Forerunner 245 nebst den optischen Pulssensoren zusätzlich auch noch aktive rote Pulssensor-LEDs mithilfe deren direkt am Handgelenk die Sauerstoffsättigung des Bluts geschätzt werden kann. Der Sauerstoffsättigungswert lässt ermitteln, wie sich der Körper an Training und Stress anpasst.

Die Ortungs- und Navigationsfunktionen beider Uhren sind ähnlich und sehr genau. Zudem verfügt die Forerrunner 245 über eine Kompassfunktion. Im GPS-Modus hat die Forerunner 245 mit ca. 24 bis 30 Stunden eine ungefähr doppelt so hohe Akkulaufzeit wie die Forerunner 45. Aber sind wir mal ehrlich: Auch eine Akkuleistung von 13 Stunden reicht für mehrere Marathons am Stück oder sehr lang Wanderungen vollkommen aus und ist für mich daher kein Grund für einen Punkteabzug.

Fitnesstracking und Sportfunktionen

Nebst den üblichen Fitnesstrackingdaten und Angaben wie Schrittzahl, Pulsfrequenz, Intensitätsminuten und Stockwerke können beide Forerunner-Modelle auch zum Schlaftracking eingesetzt werden. Allein die Stresslevel-Messung kann man nur mit der Forerunner 245 vornehmen.

Auf beiden Uhren kann man verschiedene Sportprofile wie Laufband, Fahrrad, Gehen, Yoga, Stepper, Cardio, Indoor Training und allgemeines Training abspeichern. Bei der Forerunner 45 ist man dabei auf 6 Sportprofile limitiert, wobei Laufen festgesetzt ist. Die Sportprofile Krafttraining und Schwimmen sind nur bei der Forerunner 245 verfügbar. Wasserfest ist die Forerunner 45 aber auch.

Software und Apps

Die Garmin Connect-App kann man für Android und IOS im Appstore natürlich kostenlos herunterladen. Damit hat man schnellen Zugang und beste Übersicht über seine Fitnessdaten und Trainingswerte.

Über die Connect IQ-App, dem Garmin eigenen App-Store, kann man weitere Funktionalitäten und Metriken wie Karten und Games und so weiter installieren. Diese Funktion ist der Forerunner 245 vorbehalten. Lediglich andere Bildschirmdesigns sind für die Forerunner 45 hiermit erhältlich. Für mich aber kein nennenswerter Nachteil, denn diese habe ich bisher nie genutzt.

Für beide Modelle kann man kostenlos anpassbare Trainingspläne auf die Uhr laden, die sich auf Basis eurer Ziele modifizieren lassen. Man erhält so Anleitung von erfahrenen Coaches. Dafür gibt man verschiedene Werte an wie zum Beispiel wie viele Kilometer man durchschnittlich pro Woche läuft. Die Garmin-App führt einem ganz einfach schrittweise von der Frage nach dem Ziel zum persönlichen Trainingsplan. Die Trainings werden dann direkt mit der Uhr synchronisiert. Diese Funktion ist auf jeden Fall top.

Weitere Profi-Funktionen

Für ambitionierte Sportler gibt es bei der Forerunner 245 erweiterte Lauf- und Fitnessanalysen (Garmin nennt sie Running Dynamics). Diese sind interessant für diejenigen unter euch, die aus ihrem Training noch mehr herausholen möchten. So liefert sie Daten zum Trainingszustand und der Trainingsbelastung, verfügt über einen Erholungsratgeber und kann Laufzeitprognosen machen. Damit kann man sein Training bestens planen und steueren. Abrufbar sind bei der Forerunner 245 auch Zahlen und Fakten zur vertikalen Bewegung, der Bodenkontaktzeit, sowie zur Schrittlänge und dem persönlichen Trainings- und Leistungszustand.

Die Forerunner 245 hat noch weitere zusätzliche Funktionen. So kann man gegen eine fest eingestellte Pace laufen, die über die Dauer der Aktivität konstant bleibt (Virtual Partner) oder man läuft gegen die dynamische Pace von vorherigen eigenen Aktivitäten oder von anderen Nutzern (Virtual Racer). Findet über die Zurück-zum-Start-Funktion auch in unbekanntem Gelände und Gebiet sicher den Weg zurück (Top für alle mit einem ähnlich schwach ausgeprägten Orientierungssinn wie ich ihn haben 😉 ) und kann die Distanz zum Ziel anzeigen lassen.

Fazit

Beide Forerunner-Modelle sind in ihren Grundfunktionen, der Grundausstattung und in ihrer Bedienung sehr ähnlich aufgebaut und intuitiv zu bedienen.

Die Forerunner 45 als Einsteigermodell (wenn man es überhaupt so nennen darf) ist eine solide und sehr genaue Laufuhr, die dennoch über erweiterte Funktionen wie zum Beispiel die Koppelung mit Trainingsplänen verfügt. Sie richtet sich an alle Hobbyläufer, die ihre Fitness und die Ausdauerleistung verbessern wollen und sich dabei hauptsächlich aufs Laufen konzentrieren.

Die Forerunner 245 ist die perfekte Laufuhr für ambitionierte Sportlerinnen und Sportler, die genauere Infos zu persönlichen Trainingsergebnissen und auf sich zugeschnittene Inputs zur Trainingsverbesserung erhalten möchten und sich dabei nicht nur aufs Laufen beschränken, sondern auch öfters auf dem Rad oder im Wasser aktiv sind. Auf die Musikfunktion meiner Laufuhr würde ich keinesfalls mehr verzichten wollen. Jenen unter euch, die regelmässig mit Musik in den Ohren trainieren, würde ich daher auf jeden Fall diese Laufuhr wärmstens empfehlen.

Ich hoffe, ich konnte euch helfen bei der Wahl eurer zukünftigen Garmin-Laufuhr. Natürlich nimmt es mich wunder, ob und womit ihr eure Trainingseinheiten trackt. Ich freue mich über den Austausch in den Kommentaren mit euch.

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1 Comment
  • Steffi
    Posted at 11:08h, 23 Juni Antworten

    Danke dir für den tollen Blogeintrag😃. Ich möchte mir eine Garmin Uhr kaufen und bin nicht schlüssig ob eine Garmin Forrunner 245 oder Garmin Venu. Ich brauche sie vorallem für mein Ausdauertraining.

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